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Erzählenswertes

Bruno Paul – Eine Entdeckung für die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden aus Bremer Privatbesitz

Das Schlafzimmerensemble in gelbem Schleiflack mit Silberauflagen und versilberten Beschlägen aus den 1920er Jahren mit lupenreiner Provenienz (Entwurf: Bruno Paul/ Fertigung: Deutsche Werkstätten Dresden Hellerau) wurde mit sicheren Händen aus einem Wohnhaus im Bremer Barkhofquartier ausgebaut und abtransportiert.




Besuch der Restauratorentagung und Ausstellung  „Inside Out – Einsichten in die Möbelkunst“

Fortbildung und Kommunikation mit anderen Fachleuten sind in der Restaurierung ebenso wie in anderen Berufen ein wichtiges Mittel, um Expertise garantieren zu können und fachlich auf dem Laufenden zu bleiben.

Die Tagung „Inside Out – Einsichten in die Möbelkunst“ bot eine gute Gelegenheit, tiefer in die Thematik „Mahagoni“ einzusteigen und darüber zu diskutieren. Also machten wir uns eines schönen Donnerstags im Februar auf den Weg nach Berlin, um uns im Kunstgewerbemuseum mit Wissen rund um die Geschichte, Verwendung und Philosophie dieses besonderen Holzes berieseln zu lassen.


Über Vorträge hinaus gab es die Möglichkeit, sich die Kunstwerken gleichenden Möbel der Ebenisten in verschiedenen Führungen näher anzuschauen. Den thematischen Einstieg bildete ein Vortrag zur Einführung des Holzes im 18. Jahrhundert – überraschenderweise als Konstruktionsholz – und seinen Aufstieg zum äußerst beliebten wie edlem Holz, aus dem bis zum Furnier hin ganze Möbel gefertigt wurden. Es folgten Berichte über die Verwendung von Mahagoni in Großbritannien, Frankreich und den Niederlanden, sowie eine nähere Betrachtung der Möbel von Joseph Schneevogl und David Roentgen. Am zweiten Tag folgten Vorträge zum historischen Einsatz bis zur Moderne und schlussendlich Überlegungen zur Ethik innerhalb der Restaurierung und der höchst philosophischen Patina. So bekamen wir einen sowohl umfassenden als auch vielseitigen Einblick, der überaus spannend gestaltet war. Regelmäßige Kaffeepausen und ein kleiner Empfang am ersten Abend boten darüber hinaus reichlich Möglichkeit zum Gespräch mit den anderen Besuchern der Tagung. Das war für uns Praktikanten natürlich genauso interessant, da abgesehen von uns ausschließlich erfahrene Fachleute der Bereiche Kunstgeschichte und Restaurierung zugegen waren.

Kurz gesagt, die Tagung und die Ausstellung haben sich in jeder Hinsicht gelohnt. Es war nicht nur ein sehr informatives Wochenende, sondern auch eine schöne Form von Austausch, an der wir alle viel Spaß hatten.



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